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Handball VfL im Angriff erneut erschreckend schwach

Der VfL Gummersbach hat am viertletzten Bundesliga-Spieltag bei der 16:24-Niederlage bei Frisch Auf Göppingen die nächste bundesligauntaugliche und harmlose Leistung abgeliefert.


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Der VfL hat vor 3.800 Zuschauern in der Hohenstaufenhalle wiederholt eine erschreckend schwache Leistung, vor allem im Angriff abgeliefert. 

Damit hat es der VfL versäumet sich vor den direkten Abstiegsduellen gegen Lübbecke und in Hüttenberg im Tabellenkeller Luft zu verschaffen.

Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit brach der VfL im zweiten Durchgang ein und konnte den Hausherren mit gerade mal fünf eigenen Treffern (!) nichts entgegensetzen.

Dabei sah es zu Beginn der Partie so aus, als könne der VfL durchaus Punkte aus dem Schwabenland entführen. Die Gummersbacher erwischten den besseren Start in die Partie und gingen vor allem in der Abwehr mit vollem Körpereinsatz zu Werke. Beide Defensivreihen packten hart zu, so dass sich früh eine torarme Partie abzeichnete. Beim 3:2-Führungstreffer durch Moritz Preuß waren bereits neun Minuten gespielt. Es war der zweite Treffer hintereinander des Kreisläufers, der sich in beiden Szenen gut gegen die harte Göppinger Abwehr durchsetzte. Beim 4:3 in der 12. Minute konnte sich Stanislav Zhukov erstmals in die Liste der Torschützen einschreiben. Der Spielstand war allerdings die letzte VfL-Führung des Spiels, das die Gummersbacher in den Anfangsminuten dirigierten.

Es entwickelte sich ein enger Spielverlauf, in dem die Göppinger zunehmend die Kontrolle übernahmen. In der 14. Minute geriet der VfL erstmals in Rückstand (4:5), eine Minute später konnten die Schwaben um ein weiteres Tor erhöhen. Trotz mehrerer Abspiele ins Seitenaus in der Offensive und dank der aufmerksamen Deckungsarbeit ließ sich der VfL jedoch nicht abschütteln. Unter anderem Treffer von Florian Baumgärtner (6:7, 19. Minute) und Eirik Köppper Siebenmeter (8:9, 23. Minute) brachten die Oberbergischen wieder auf einen Treffer an Frisch Auf! heran. VfL-Keeper Carsten Lichtlein hatte zwischen der 21. und 27. Minute von Halbzeit eins seine beste Phase und zeichnete sich gleich vier Mal aus. Es dauerte jedoch bis zur 28. Minute, ehe die Gummersbacher daraus im Angriff Kapital schlagen konnten. Mit seinem zweiten Tor hintereinander warf Zhukov den Ball zum 10:10-Ausgleich in die Maschen. Eine Minute später bot sich dem VfL sogar die Chance erneut in Führung zu gehen, das Anspiel an Moritz Preuß verfehlte jedoch seinen Adressaten. Mit 11:12 ging es für die Mannschaften in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit erhöhte der VfL den Druck zunächst über seine Außenspieler. Dementsprechend sorgten Tobias Schröter (12:13, 34. Minute) und Marvin Sommer (13:13, 35. Minute) mit ihren Toren gleich für Schwung. Nach dem verdienten Ausgleich in einer bis dahin völlig ausgeglichenen Partie verlor der VfL durch Nachlässigkeiten - insbesondere folgenschwere Ballverluste im Spielaufbau - den Faden und lud die Göppinger förmlich zu Gegentoren ein. Elf Minuten lang blieben die Gummersbacher ohne eigenen Torerfolg, während mit jedem Treffer der Göppinger die Nervosität beim abstiegsbedrohten VfL zunahm und sich die Unsicherheiten auch auf die zuvor ordentliche Abwehrarbeit auswirkte. In Minute 44 wuchs der Rückstand nach fünf Göppinger Treffern hintereinander auf 13:18 an.

Auch wenn die Gummersbacher in der 47. Minute durch Zhukov ihre Durststrecke beendeten (14:18), agierte das Team von Trainer Denis Bahtijarevic weiterhin zu fahrig und ließ die vorhandenen Möglichkeiten weiter aufzuschließen liegen. Der VfL legte kämpferisch noch einmal nach, fand jedoch nicht mehr ins Spiel zurück. Lediglich Baumgärtner (15:21, 52. Minute) und Alexander Becker (16:23, 56. Minute) trafen in der Schlussphase noch einmal für die Gäste, die ihre guten Vorsätze nach einer ansprechenden ersten Halbzeit nicht konsequent genug umsetzen und damit den sich entwickelnden Rückstand nicht reparieren konnten. Mit 16:24 musste sich der VfL nach 60 Minuten geschlagen geben.

Drei Spieltage vor Schluss stecken die Gummersbacher damit weiterhin tief im Abstiegskampf und warten auf den erlösenden Befreiungsschlag. Nach einem kräftezehrenden Spiel gegen konstant aggressiv stehende Göppinger konnte der VfL nur eine Hälfte mithalten, ehe erneut eine Torflaute für einen uneinholbaren Rückstand sorgte.

Besonders im Angriff gilt es daher Fehler zu minimieren und in der Defensive auf die in der ersten Halbzeit gezeigten Stärken zu bauen, wenn es Donnerstag zum direkten Aufeinandertreffen mit dem TuS N-Lübbecke kommt, der mit einem Spiel weniger weiterhin zwei Zähler hinter dem VfL rangiert.

In der Tabelle ist der VfL mit 14:48 Punkten 15. und hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge.


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